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Songs for William 2
(Released 11/2013 on 4Bit Productions, Vienna)

Featured in: “THE BEST BANDCAMP RELEASES OF THE MONTH: NOVEMBER 2013”

- FACTMAG (UK)

"While dub is generally something for the summer, this one’s sure to chase away the rainy day blues. There’s even a 32-page comic to plough through while the clouds dissolve over your roof. Indeed, so sincere is Ulrich Troyer’s devotion to the analogue equipment he used to produce these eight tunes that he even devotes that page space to anthologising the travel tales of William, his favourite effects unit, as ‘he’ enters a more digital epoch – up to and beyond its bamboozling first encounter with a laptop full of stompbox emulations. The comic is a sequel to part one of Troyer’s ‘love letter’ to William, and every panel is rendered in a friendly, Kid Koala-esque scrawl. In musical terms though, where our favourite Canadian marsupial favours samples of rollicking rhythm & blues, Troyer’s composes understated and shimmering dub with truckloads of delay, brushes of melodica and enough oozing bass to keep you nodding till sunrise.

But far from mere pastiche, this is an able enthusiast’s effort and no mistake. Even a cursory listen offers the ears a world of happy adventure and attention to detail, the whole set arcing selectively through the history of dub – from cheery dancehall down to twelve fizzing minutes of Porter Ricks-style dub techno in closer, ‘Landscapes’ – while coming across as both unassuming and ‘traditional’ in realisation. While Troyer varies pace and mood with a lightness of touch, much space is devoted to smoky, downtempo antics, which would likely find welcome on higher profile rosters such as Ninja Tune, among others. Burnt Friedman would surely approve of the Troyer’s reverence for his craft, and the resourcefulness of his arrangements, which encompass a conservative instrumental line up. I certainly approve, and am bowled over by the care and attention our man has put into this delightful little package."

- Stuart Marshall, The Sound Projector, August 2014

“Zwei Jahre nach Teil 1 auf Deep Medi kommt der Nachfolger der Dub-De- und Rekonstruktionen des Südtiroler/Wiener Klangexperimentalisten. Erschienen ist »William 2« auf seinem eigenen Label. Was so nicht nur konsequent, sondern auch besser war, schließlich hat Troyer damit alle Produktionsschritte in der Hand. Natürlich gibt es viele Gemeinsamkeiten zum Vorgänger: das Koordinatennetz heißt ›elektronifizierter‹ Dub, das Effektgerät William tritt in seine nächste Episode und wieder ist ein charmantes, von Troyer gezeichnetes 32-Seiten-Comicbuch dabei. Troyer, sonst auch in der Installationsmusik unterwegs, lässt für die »William«-Trilogie seinem Faible für Reggae, Dub und Dancehall freien Lauf und beschwingt und locker kommt das Ganze daher. Forschungsleitend für den komplexen Unterbau sind noch am ehesten die Visionen eines King Tubby, immer wieder gegengefedert von einer ordentlichen Portion House und Experimentellem à la Rhythm & Sound. Zuhörkino und die Abstraktion von Dance-Patterns haben sich noch weiter ineinander verzahnt, Tracks wie »Shake Your Knobs« oder »Summer Reverb« erweisen sich als veritable Hits in der Ambient-Disco und das 12-Minuten-Stück »Landscapes« affirmiert Geräterauschen wie sonst nur Pole. Troyers Blick auf Dub ist nun nicht einfach eine Aktualisierung sondern einer vom Heute auf das Damals mit einer Perspektive in das Morgen. Diese mit ironischen Brechungen entlang raumzeitlicher Echokammern aufgeladenen Transfers stellen die großen Momente dieser Platte dar. Keine algorithmisierte Nostalgie einer so nie existenten Zeit, sondern ein geschichtsbewusstes Aufeinanderprallen von Soundgeschwindigkeiten. Gleichzeitig spricht aus »William 2« eine größere Ernsthaftigkeit als sie auf Deep Medi Platz hätte. Und so viel sei verraten: Stompbox William und seine Analog-Freunde spielen in Singapur und Novi Sad und das Leben nach Charlottes Rückkehr gestaltet sich turbulent.”

- Heinrich Deisl, Skug (A)

“Irgendwo in Innsbruck gibts einen Brunnen, der geht ganz tief runter. Bis nach Jamaika. Sein Wasser schmeckt den Kindern auf beiden Seiten ganz besonders, und der Hall, wenn man hineingrüßt... tja. Der Dub, der steckt für Ulrich Troyer vor allem in den kleinen Stompboxen, Tretmienen, dem Fussvolk sozusagen. In seinen Dub-Songs, erst recht, wenn man sich die zugehörige Comic-Geschichten durchliest, sieht man die Effekt-Kistchen beim Zuhören förmlich kreuz und durchs Studio spazieren. “Songs for William 2”, der zweite Teil einer Trilogie kommt so niedlich und liebevoll daher wie vor zwei Jahren der erste; aber der Ton hat sich gewandelt. An die Stelle eines sommerlich-eingängigen Reisetagebuchs treten gedeckte Farben, dekonstruktive Explorationen, Melancholie zwischen Zwitscherknurpstierchen und Glockenspiel. Die Grooves pulsieren und schieben Herbstnebel über leere Landstrassen, der Wind pustet Dub-Blips drüber, plötzloch findet alles zu Pop zusammen (“Cable Loss”), dann arbeiten wir uns Fuß vor Fuß den ganzen Brunnen hinunter, in “Hardwired” erwartet uns die Schreckharmonika, vor der sich die kleine Drumbox erstmal raustrauen muss, aber dann sind auch alle fleissig am Steppen, schließlich am anderen Ende: weich schimmriger Drone-Ambient, das Fenster geht zum Knisterregen von Pyrolators “Inland” auf, und das Sandmännchen kommt im Gewand eines Beats. Das Highlight also wieder am Schluss, aber es ist dieser durchgehende, bastelig-poetische Ansatz, der das Gesamtpaket von Troyers Dub auszeichnet.”

- De:Bug (D)

“Songs For William remains an oddity amid the Deep Medi Musik back catalogue: a traditional dub/reggae album that was a million miles from the label’s dancefloor-minded output (not that you couldn’t dance to the songs on there, mind) and closer to its spiritual roots in the musical traditions of Jamaica. Earlier this year, I saw Mala being interviewed, and when questioned about the release, he explained that he’d simply fallen in love with it and decided to do it – a moment the French call a ‘coup de coeur’. The work of Austrian producer Ulrich Troyer, Songs For William was conceived as a love letter to his effects pedals. There was a brilliant visual component to the project, in the shape of an accompanying comic book describing the life of Troyer’s beloved effects pedal William. Troyer is now returning with part two of what appears to be a trilogy, this time released on his own 4Bit Productions label. Songs For William 2 follows the same approach as its predecessor: analogue-rooted dub and reggae instrumental pieces, with a few electronic tinges this time round. As before, he lets the various pedals and other boxes shine. It’s also accompanied by a new comic book detailing the further adventures of William, his friends and his lover Charlotte. A beautiful package of music and visual art crafted with care and attention.”

- FACTMAG (UK)

“Der Tiroler Musiker Ulrich Troyer ist nicht nur als Teil des Vegetable Orchestra aktiv, er arbeitet auch solo als Sounddesigner und Produzent. Hier gilt seine besondere Vorliebe dem Dub in seinen vielen Facetten. Auf „Songs for William 2” arbeitet er sich auf Albumlänge daran ab, das Herz alter jamaikanischer Dub-Musik im Stil von Lee Perry und King Tubby in moderne Klanglandschaften zu verpflanzen, ohne dass dabei die Seele verloren geht. Das gelingt gut. Als i-Tüpfelchen gibt es kleine Afrobeat-Spitzen.”

- Sebastian Fasthuber, Falter - Stadtzeitung Wien (A)

“Ook op dit tweede luik van de ‘Songs For William’-trilogie (inclusief doorlopend stripverhaal) levert Ulrich Troyer opnieuw een stel slimme dubs af om verschillende ledematen bij af te likken. De Oostenrijker zoekt het - net zoals pakweg zijn landgenoten van Tosca - in de richting van zorgvuldig in elkaar geknutselde dubs, al lonkt deze plaat nog meer naar het experiment en cross-over met minimalistische, analoog aandoende elektronica en vreemde samples. Toch klinkt het geheel opvallend organisch en vooral spacey. Schitterend!”

- RIFRAF (NL)

“Der Wiener Architekt, Comickünstler und natürlich auch Musiker Ulrich Troyer veröffentlicht mit “Songs for William 2“ den 2. Teil einer Triologie bestehend aus jeweils Musik und einem (im Booklet mitgelieferten) Comicstrip. Die Ursuppe, aus der dieses hämmernde Album entsteigt ist der Dub. So gehen die Beats besonders beim Opener “Shake your Knobs“ durch und durch, werden die Ohren von schöner psychedelischer Elektronik umspielt. Die kräftigen Beats bleiben, auf dem Folgetrack “Stone Age Circuits“ wird es etwas sphäricher und die Sounds noch etwas schräger, im treibenden, aber trotzdem melancholischen “Summer Reverb“ jagt der Beat eine naive Keyboardmelodie vor sich her währen Handclaps und wirre Geräusche den Soundtrack perfektionieren. “Cable Loss“ startet mit einem Funky Dub, sehr schön von verhallenden Perkussionen umspielt. Verzerrte Keyboardklänge runden diesen kraftvollen Stampfer ab. In ganz tiefe Dub / Reaggae Spuren geht es dann mit “Deadlock“. Ultratiefe aber auch saubere Bässe lassen die Magengrube erzittern, Herrlich spacige Effekte, eine einfache, aber packende Keyboardmelodie, wilkommen in den kalten, tiefen des Alls. “Hardwired“ lässt dann ein wenig mehr Geräusch heraus, bleibt aber trotzdem strukturiert, der knackige Bass peitscht, typische Dubsounds werden zerschreddert und die Sounds brodeln gefährlich. Mit “ The Circuit Bender“ geht es ähnlich, jedoch noch etwas zerfaserter weiter. Schöne Dub Beats und Effekte lassen den aus Geräusch bestehenden Song zu einem kleinen beschwingten Albtraum avanchieren. Abgeschlossen wird mit dem 12:31 langem “Landscapes“ welches zunächst einmal ohne Beats auskommt (das erste Stück überhaupt) und mit schwebenden, versponnenen Elektronikklängen aus Rauschen, Insektensummen, Glocken und Brummen startet. Es mischt sich dann langsam eine Rhythmik darunter, wie ein herannahender Zug, der über die Gleise hämmert, schwillt diese Rhytmik an und verdichtet den Sound. Es gesellt sich dann und wann weitere Rhythmik hinzu, ansonsten schwebt der Hörer mit dem inzwischen auf hoche BPM zahl gefahrenen Grundbeat und dieser schwebenden Soundlawine dahin. So muss moderne elektronische Space / Psychmusik klingen. Ein grandioses Finale. Songs for William 2 ist eines der besten Electronica Alben des Jahres. Hier wird kein Song langweilig. Hier ist kein Effekt zu viel, aber auch keiner zu wenig. Ulrich Troyer ist es gelungen eine stimmige, spacige und unglaublich Rhythmusbetonte Scheibe mit Soundtrackcharakter zu schaffen, die den Hörer mit Kopfhörern ebenso begeistern wird wie im Club nebenan oder auf der Autobahn. Geiler Stoff!”

- Musik an sich (D)

“Talmente bello e suggestivo il primo volume da volerne pubblicare un secondo. #2 parte come il disco precedente con un’idea di dub sporcata quel tanto che basta da renderla non ortodossa (Shake Your Knobs). Molto piú tradizionale Stone Age Circuits, con il suo lento groove in levare ben in vista tra fumi e ricordi. I riverberi accecanti che avevano incuriosito nei precedenti dischi di Troyer si ripresentano a metà scaletta sulla suggestiva Summer Reverbs, e poi più avanti, a fine corsa, sull’ancora piú atmosferica Landscapes, tra le migliori tracce in scaletta. Il libretto del bel digipak è riempito con una nuova storia del fumetto disegnato dallo stesso Ulrich. CONSIGLIATO.”

- ROCKERILLA (I)

“Kraut dub doigts dans le nez/orteils dans la prise. - Le dub électronique en 2013, on ne peut pas dire que ça aille très fort. Entre la dissolution dans l’espace de la dub techno façon Basic Channel/Chain Reaction,  le retour sans cesse repoussé de la ragga jungle et l’anéantissement terminal du dubstep pur et dur pour les lads en hoodie, il faut être un peu fou pour continuer à s’y adonner. A moins - à moins! - de ne croire en rien d’autre qu’à ses premières amours et son petit bonhomme de chemin. L’Autrichien Ulrich Troyer par exemple a fait le choix de s’en tamponner. Petit vétéran installé depuis une bonne décennie dans la semi torpeur de l’electronica autrichienne (son premier disque est sorti sur Mego), ce membe émérite du Vegetable Orchestra prolonge en toute tranquillité le territoire débroussaillé par les pionniers Mouse on Mars, Pole et les tauliers de  ~scape Records. Depuis Songs for William vol.1 surtout (paru sur le très emblématique Deep Medi de Mala), il s’attache à revisiter plus particulièrement l’héritage doigts dans le nez/orteils dans la prise de King Tubby, Sound Dimension et Rhythm & Sound. Histoire d’épancher ses diverses lubies et activités (“illustration, architecture, acoustic research, old school dub reggae and afrobeat”), l’Autrichien a même pris l’initiative d’accompagner sa galette de comic strips trop mignons dans lesquels il raconte les tribulations de ses pédales d’effets. Pour le volume 2 qu’il sort sur son propre label, c’est un peu plus joyeux et idiosyncratique encore. “Hardwired”, qu’on vous fait écouter aujourd’hui en avant-première, sent en tout cas moins fort la ganja ou le cul d’une dame que le plastique brûlé. Ça nous fait penser fort à Iaora Tahiti et ça nous fait très plaisir.”

- THE DRONE (F)

“Esce il secondo capitolo della trilogia dedicata al dub e all’amore per le pedaliere e gli effetti delay. Accompaganto dalla consueta graphic novel, SONGS FOR WILLIAM 2 é, come il capitolo su Deep Medi, un’interpreazione del dub analogico, tra i due confini della melodica & ultrabassi e 12 minuti di crescendo in ipnosi groove-noise. Troyer unisce dedizione, abilitá tecnica, intensitá descrittiva, con spunti da King Tubby a Von Oswald e lievi sponde afro.”

- BLOW UP (I)

“I love the effort that has gone into this release.  Not only has Troyer recorded a full album, he has included a 32 page comic to accompany it illustrated by the man himself, titled “Cable Loss, or The Open Soldering Point”.  Following the trials of a plucky effects pedal on its journey on tour with a band, it’s a remarkably enjoyable read and adds just that little extra to the overall experience. Of course, when this amount of effort has gone into the physical product, the music has to match up so it’s not seen as overcompensation for lack of musical talent; luckily, Troyer has this in abundance as well. ‘Shake Your Knobs’ is a curious, mellow opener that folds mild electronica with harmonica and sub-bass lines into an engaging flow that has an almost reggae feel as it’s end result; given that I don’t generally appreciate that genre, I found myself enjoying the outcome immensely. There is an overt dub feel to a lot of Ulrich’s work that is consummately professional enough not to head into territory that is too commercial and ‘Stone Age Circuits’ along with ‘Summer Reverb’, add flutters of enough feedback and obscurity to give a necessary alternative edge. Over the course of the album Troyer brilliantly infuse elements of electronica that hit from many a different angle.  The main weapon in his arsenal being subtlety; a whole range of influences filter through, with enough to please the casual IDM fan to boot. This latest release may not be for everyone; certainly those that like their music a little harder will most likely lose patience with this release.  For me though, I can only marvel at the pleasantly persistent wave upon wave of intricacies that are the perfect backdrop to the accompanying comic book (which is a stroke of genius). 9.5/10”

- Blackaudio (UK)













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back to top | updated: 02/02/2017